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Paleo Frühstücksbrei

Hallo meine Lieben,

zur Zeit bin ich leider nicht so kontinuierlich am bloggen da ich sehr viel um die Ohren habe, aber ich gebe mein Bestes, immer wieder von mir hören zu lassen:)

Deshalb habe ich mir für heute ein dickes Kreuz in den Kalender eingetragen, so dass ich euch endlich mal wieder ein tolles Rezept online stellen kann.

Ich habe immer so meine Probleme am Morgen etwas schnelles und gesundes zu zaubern, da ich ein kleiner Morgenmuffel bin, muss alles ziemlich fix gehen, so dass ich dann in Ruhe mein Frühstück genießen kann. Vor einigen Wochen bin ich auf ein tolles Rezept gestoßen, welches ich nach meinen Vorlieben umgewandelt habe. Ich kann euch sagen – SUPER LECKER –

Wie man der Überschrift schon entnehmen kann handelt es sich um einen Frühstücksbrei, also eine art Porridge nur ohne Haferflocken. Mein Brei besteht fast ausschließlich aus Samen, Nüssen und Obst und ist lauwarm wirklich köstlich.

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Zutaten Layout

Für eine Postion:

15g Kokosflocken

25g Nüsse und Samen

(Ich habe hier Walnüsse, Chiasamen und Leinsamen genommen)

15g Mandeln oder Pekannüsse

1/2 Banane,am besten mit der Gabel zerdrückt

1/2 Apfel in Stücken

1TL Backkakao (ohne Zucker)

100g Wasser oder Mandelmilch

Zubereitung Layout

Die Kokosflocken, Nüsse/Samen und Mandeln in einen Schredder geben, ich verwende meinen Thermomix (Ihr könnte die Zutaten auch direkt gemahlen kaufen). Die Zutaten zerkleinern so gut es geht. Die restlichen Zutaten hinzugeben und kurz für 5 Minuten aufkochen lassen. Danach bei Bedarf nochmal pürieren, das eine schöne Breikonsistenz entsteht. Lauwarm mit ein bisschen Obst genießen.

Genießt noch den schönen warmen und sonnigen Sonntag:)

Svenja neu

 

 

Wasser

Ernährung als Religion

Guten Morgen meine Lieben,

ich sitze hier gerade in der Sonne auf dem Balkon mit meinem Kaffee in der Hand und durchstöbere ein wenig die sozialen Netzwerke. Ich bin in einigen Ernährungsgruppen zur Zeit „stiller Zuschauer“. Ich lasse mich gerne in diesen Gruppen durch neue Rezepte inspirieren. Allerdings muss ich sagen, dass ich mittlerweile sehr ungern die Beiträge dieser Gruppen verfolge. Man macht sich gegenseitig blöd an, wenn Rezepte nicht 100% den „Ernährungsrichtlinien“ entsprechen. Man wird dann auf die Gruppenregeln verwiesen, wo genau vermerkt ist, welche Beiträge erwünscht sind und welche nicht. Klar ich verstehe schon, wenn man z.B. als Neuling in eine bestimmte Ernährungsgruppe eintritt, ob es Paleo ist, Vegan oder Low Carb, dann möchte man den Neuling nicht mit „falschen Rezepte“ verunsichern.

Ich selbst bin anfangs ganz akribisch in diesen Gruppen tätig gewesen, bis ich selbst mal einen kleinen Shitstorm abbekommen habe. Ab dem Zeitpunkt hatte ich die Schnauze voll. Ernährung muss spaß machen, man muss sich damit wohl fühlen und man muss ganz für sich selbst seinen Weg finden. Wenn man bei dem Verzehr eines Schokoriegels drei Tage ein schlechtes Gewissen hat, dann bringt diese Ernährungsumstellung rein gar nichts. Du verzichtest zwar streng nach den Regeln auf Schokolade oder anderes, durch dein schlechtes Gewissen beim cheaten erhält deine Psyche und dein Wohlbefinden aber einen eindeutigen Dämpfer.

Was ich ganz schlimm finde ist es, wenn man dann in den Gruppen noch gegen andere Ernährungsweisen hetzt. Die Ernährung ist keine Religion, wo man streng nach bestimmten Regeln leben muss. Wer das gerne machen möchte und sich damit wohl fühlt, überhaupt kein Problem, aber lasst andere das Essen, was sie für richtig empfinden.

Das die industriell hergestellten Lebensmittel keines Wegs mehr etwas mit einer natürlichen, gesunden Ernährung zu tun haben ist denke ich fast jedem bewusst. Aber was auf die Teller der einzelnen Personen letztendlich kommt ist eine ganz individuelle Entscheidung, die jeder zu akzeptieren und zu respektieren hat.

Achtet auf eine ausgewogene, gesunde Ernährung, aber vergesst nicht zu genießen und an dem ganzen den Spaß nicht zu verlieren:)

Sonnige Grüße

Svenja neu

Bananen Creme

Bananen-Chia-Creme

Einen schönen Ostermorgen auch allen:) Ich hoffe ihr genießt das verlängerte Wochenende. Falls ihr die Familie oder Freunde heute zum Frühstück, zum Mittagessen oder zum Kaffee eingeladen habt und noch einen kleinen gesunden Snack braucht, habe ich hier etwas für euch. Eine Bananen-Chia-Creme. Unheimlich lecker und sättigend und ideal für ein schnelles Frühstück oder eben ein kleiner gesunder und süßer Snack. Zuzubereiten gibt es eigentlich fast nix, deshalb auch super geeignet wenn spontaner Besuch kommt. Wenn ihr dann noch die Creme mit Backkakao, Früchten oder Nüssen aufpimpt, trefft ihr mit Sicherheit jeden Geschmack. Und so geht’s:

Zutaten Layout

1 Banane

100g Kokosmilch

2 TL Chiasamen

Zubereitung Layout

Die Banane mit der Kokosmilch in eine Schüssel geben und pürieren. Nun die Chiasamen hinzugeben und für 10 Minuten in den Kühlschrank stellen und das war es schon:)

Die Creme ist zwar sehr „bananig“ (ist ja auch logisch) aber mit Früchten oder auch Backkakao lässt sich der Geschmack nochmal sehr schön variieren.

Probiert es mal aus uns lasst mich wissen wie es euch geschmeckt hat.

Habt schöne Ostern!

Svenja neu

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Energieräuber

Energieräuber im Leben gibt es immer. Diese können unterschiedlichster Natur sein. Gerade in Situationen, in denen man eh schon viel um die Ohren hat kommen die Energieräuber ganz stark zur Geltung. Wenn unser „Fass“ kurz vor dem überlaufen ist kann jede noch so banale Kleinigkeit das „Fass“ zum überlaufen bringen. Vielleicht kennt ihr die Situation wenn euch alles über den Kopf wächst und ihr plant euren Tag schon so perfekt, dass eigentlich nichts mehr schief gehen kann und dann kommt aber plötzlich noch ein einziger unerwarteter Termin hinzu, ihr brecht in Tränen aus und seit fertig mit der Welt. Genau das bedeutet: Euer Fass ist eindeutig zu voll!

In solchen Situationen hilft es unheimlich herauszufinden, was/wer euch die meiste Energie und Kraft raubt. Die Energieräuber befinden sich überall, das kann im Beruf sein oder im Privatleben. Das können Hobbies sein, feste und kontinuierliche Termine  oder Meschen in eurem Umfeld. Es gilt herauszufinden, was genau euch die meiste Kraft raubt.

Macht euch eine Liste in denen ihr euch erst einmal selbst fragt und aufschreibt „Was/Wer raubt mir meine Kraft“. Alles was euch in den Kopf kommt bringt ihr auf Papier. Nun geht es darum diese Energieräuber zu bewerten auf einer Skala von 1-10. Dabei steht 1 für nur minimalen Energieraub und 10 für eine sehr starken Energieraub. Diese Bewertung führt ihr für all eure aufgeschriebenen Ernegieräuber durch ganz unabhängig voneinander. Ihr werden jetzt schon relativ schnell sehen, was/wer euch die meiste Energie raubt. Das können auch sehr gut mehrere Dinge sein.

Nun geht es darum aufzuschreiben, welche Situationen/Hobbies/Menschen geben mir viel Energie? Versucht hier auf 5 Punkte zu kommen diese ihr gleich in Prioritäten ordnet. Beginnend mit dem Energiespender, der euch die meiste Energie spendet. Das kann Yoga oder Meditation sein, dass kann Sport oder ein Spaziergang sein, dass kann eine Person sein, in deren Umfeld ihr immer zur Ruhe kommen könnt und die euch möglicherweise motiviert und Mut zuspricht.

Wenn ihr nun eure beiden Listen vor euch liegen habt, wisst ihr was zu tun ist. Die Energieräuber müssen runtergeschraubt werden und die Energiespender hoch. Manchmal gestaltet sich das sehr schwer, denn wenn der Energieräuber die Arbeit darstellt die mit 10 Punkten bewertet wurde, kann man ja nicht einfach mal sagen „hey, das raubt mir zu viel Energie, ich kündige dann mal“. Man sollte in dem Fall versuchen sich vielleicht von Arbeitskollegen ein wenig unter die Arme greifen zu lassen, oder 2-3 Tage Urlaub nehmen, ein Projekt abgeben oder ähnliches. Oder man achtet einfach darauf die Energiespender vermehrt in den Alltag zu integrieren.

Wichtig ist erstmal das ihr euch nun bewusst seit, wo tanke ich Energie auf und wo geht sie verloren und das ist der erste Schritt wieder in Balance zukommen.

Habt einen schönen Sonntag.

Svenja neu

 

Blume

Monday Mood

Hallo meine Lieben,

ich melde mich, nach längerer Abwesenheit wieder zurück hier auf meinem Blog. Die letzten Monate ging bei mir so einiges drunter und drüber, deshalb war es auch hier auf meinem Blog ein wenig ruhig geworden. Aber ich melde mich frisch zum Frühling wieder zurück mit genussvollen, nachdenklichen, gesunden und entspannten Beiträgen.

***

Gerade in chaotischen und schweren Zeiten im Leben versucht man alles unter Kontrolle zu halten und jede Kleinigkeit zu sortieren und organisieren, in der Hoffnung das sich diese Ordnung auf die Lebenssituation überträgt. Leider ist das bei weitem nicht so einfach, denn man gelangt immer an den einen Punkt: die Erschöpfung. Erschöpfung kann sich ganz unterschiedlich bemerkbar machen. Man wird antriebslos, launisch, bekommt gesundheitliche Probleme, ist ständig müde… All das sind Zeichen dafür, das der Körper in einem Ausnahmezustand ist und er verordnet uns mit diesen Anzeichen Ruhe. Wir Menschen sind leider so gestrickt, dass wir diese Anzeichen nicht ernst nehmen und immer weiter ackern und ackern. Genau das ist der falsche Weg! Ich konnte es die letzten Monate mal wieder am eigenen Leib spüren.

Wenn man sieht das alles um einen herum wie ein Kartenhaus einbricht und man selbst sitzt in der Mitte und versucht mit aller Kraft den Einbruch zu verhindern, es aber einfach nicht gelingt, dann sollte man das Kartenhaus auch einbrechen lassen. Es ist okay! Wieso soll man den Einbruch aufhalten. Man sollte sich die Kraft aufsparen alles aufrechterhalten zu wollen, stattdessen sollte man die Kraft und Energie nutzen, sich einzugestehen, dass jedes Leben aus Höhen und Tiefen besteht, und wenn ich mich gerade in einem Tief befinde dann sollte ich das bewusst resignieren, meinen Emotionen freien Lauf lassen und dann meine Kraft und Energie nutzen, um ein neues Kartenhaus zu bauen.

Versucht nicht immer den Emotionen und dem Stress und Druck stand zu halten, lasst euch darauf bewusst ein und verschwendet nicht eure Kraft dagegen anzukämpfen.

Einen schönen Start in die Woche !

Svenja neu

 

Brot

Körnerbrot – Paleo

Ich probiere sehr gerne Brot und Brötchen Rezepte aus und heute habe ich ein neues Rezept für euch. Ein Körnerbrot ohne Nüsse aber dafür mit viel Samen und Kernen. Es schmeckt wirklich gut, gerade wenn es mal schnell gehen muss oder wenn man für die Arbeit/Uni etwas kleines zu Essen braucht.

Zutaten Layout

2 EL Leinsamenmehl (Einfach Leinsamen in einem Thermomix o.ä. Mahlen)

140 g Sonnenblumenkerne

60 g Kürbiskerne

60 g Sesamsamen

2 EL Ghee

4 Eier

2 TL Backpulver

1 TL Zimt

1 Prise Salz

Für das Topping:

2EL Kürbiskerne

2 EL Sonnenblumenkerne

Zubereitung Layout

Den Backofen auf 180°Grad Umluft vorheizen und eine Kastenform ca.21cm Breite mit Backpapier auslegen.

100g der Sonnenblumenkerne und 40g der Kürbiskerne in einem Thermomix o.ä. zu Mehl mahlen. Den Rest (40g Sonnenblumenkerne und 20g Kürbiskerne) als ganze Kerne hinzugeben.

Nun Sesamsamen, Leinsamenmehl, (geschmolzenes) Ghee, Eier, Backpulver, Zimt und Salz hinzugeben und zu einem geschmeidigen Teig kneten.

Den Teig jetzt in die Form füllen und mit den Toppings: Sonnenblumenkernen und Kürbiskernen bestreuen und leicht andrücken, so dass sie nicht wieder abfallen😉

Nun für 40 Minuten in den Backofen.

Herausnehmen, abkühlen lassen und gleich zur nächsten Brotzeit servieren:)

Das Brot kann man auch sehr gut in Scheiben einfreieren und bei Bedarf immer mal etwas heraus holen und entweder im Toaster oder im Backofen erwärmen.

Lasst es euch schmecken

Svenja neu

 

 

Milch

Mandelmilch selbst gemacht!

Ihr vertragt keine Milch? Oh das kenne ich. Früher habe ich super gerne mal eine Tasse Milch getrunken, oder einen leckeren Kakao, oder eben einfach die Milch im Kaffee. Nach und nach ist mir aufgefallen, irgendwas scheint mein Körper nicht so zu mögen. Sobald ich meinen Kaffee mit einem Schuss Milch getrunken hatte, ging es los. Ich konnte die Uhr danach stellen. Seit dem trinke ich überhaupt keine Milch mehr. Ich hatte es eine Zeit lang mit laktosefreier Milch probiert, aber auch hier machte sich mein Körper bemerkbar „Nein Danke!“. Gestern habe ich mich dann mal getraut meine eigene Milch herzustellen: Mandelmilch.

Die Mandelmilch die man im Supermarkt findet oder im Reformhaus etc. sind meistens mit Zucker gesüßt, oder sie sind eben einfach teuer. Mit der selbst hergestellten Milch hat man den Vorteil, man weiß genau was drin ist und es ist günstiger.

Das Rezept geht fix, jedoch müsst ihr 10h Einweichzeit für die Mandeln mit einplanen. Das ist wichtig, denn die Mandeln können sonst nicht richtig verdaut werden, da sie  Enzymhemmer enthalten.

Zutaten Layout

100g Mandeln

8 Tassen (Kaffeetassen) stilles Wasser

1 entsteinte Dattel

Ein bisschen Salz

Zubereitung Layout

Als erstes müssen die Mandeln für 10 Stunden eingeweicht werden. Dafür einfach die Mandeln, 4 Tassen Wasser und eine Prise Salz in eine Schüssel geben und diese verschließen.

Nach der Einweichzeit das Wasser abschütten und die Mandeln säubern. Nun in einen Mixer (ich habe einen Thermomix verwendet) 4 Tassen Wasser, die Mandeln, die Dattel und eine Prise Salt geben und durchmixen, bis eine milchige Substanz entsteht.

Nun die Milch durch ein sehr feines Sieb gießen. Die restliche Masse nochmal schön ausdrücken, um auch den letzten Tropfen Milch zu erhalten:)

Die Milch kann bis 5 Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Svenja neu

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Tassenküchlein

Na ihr Lieben,

die Weihnachtstage gut überstanden? Es gab mit Sicherheit eine Menge zu essen:) Ich finde, gerade nach solchen „Fresstagen“ ist es sehr schwer wieder in die geregelten Essgewohnheiten zu finden. Man hat einfach noch immer Lust auf Nachtisch, Schokolade und Kuchen. Aber da habe ich heute etwas für euch, wo man beim Naschen nicht mal ein schlechtes Gewissen haben braucht:

Ein gesundes Dessert mit nur wenigen Zutaten, das wünscht sich doch jeder. Es soll schmecken und schnell gehen. Da ist doch ein Schoko-Bananen Tassenküchlein genau das richtige oder was sagt ihr? Hier habe ich das Rezept für euch.

Portion: 1 große Tasse oder 2 kleine Tassen

Zutaten Layout

1 Ei

1 Banane

2 EL Kakao (ohne Zucker!)

2 EL Kokosmilch

Zubereitung Layout

Die Banane mit der Gabel verdrücken und den Rest der Zutaten hinzugeben und gut verrühren. Nun das Ganze in eine oder zwei Tassen geben und bei 900Watt 4 Minuten in die Mikrowelle stellen. That’s it!

Jetzt schnell den Löffel in die Hand und das Küchlein noch warm verspeisen:)

Herbst

4. Advent

Einen wunderschönen 4. Advent euch allen. Ich hoffe ihr habt schon alle Geschenke besorgen können und könnt die letzten Tage vor Weihnachten einfach nur mit der Familie und Freunden genießen. Heute habe ich die letzte Geschichte für euch. Eine Geschichte die zeigt, was das wichtigste ist am Weihnachtsabend.

Sie hatte sich gut gemerkt, was jeder ihrer Lieben sich im Laufe des Jahres besonders gewünscht und bisher noch nicht bekommen hat. Jetzt war sie unterwegs und besorgte für Tochter Carla die DVD ihres Lieblingsschauspielers mit dessen neuem Film. Den hatte Carla schon im Kino gesehen, konnte aber nicht genug davon bekommen. Für Sohnemann Mark gab es die besondere Ausgabe einer Märklin Lok, die er sich selbst nicht leisten wollte, weil sie zwar „super toll“, aber eben auch super teuer war. Und als Schüler mit Nebenjob war die Finanzlage meist abhängig von den Wochenend-aktivitäten, die regelmäßig das Konto auf 0 setzten.

Ja, und für ihren Mann, Frederick, gab es die lang ersehnte Automatik-Uhr in Fliegeroptik.

Zwar hatte sie für die Erfüllung all dieser Wünsche in den letzten Monaten immer wieder beim Einkaufen auf besonders günstige Angebote achten müssen, damit vom Haushaltsgeld am Wochenende immer etwas für die Geschenke übrig blieb, aber das tat sie doch gerne für ihre Familie. Sie liebte sie schließlich und wurde ja auch von ihrer Familie dafür geliebt, alles für sie zu tun. Was machte es da schon aus, das sie sich seit Monaten mit einfachster Seife wusch statt mit ihrem Lieblingsduschgel. Sauber wurde sie auch so.

Und auf ihre besonderen Kekse hatte sie gleich ganz verzichtet. Ebenso auf ein paar neue Hausschuhe, die eigentlich längst fällig gewesen wären, denn in ihren jetzigen bekam sie kalte Füße wegen der ganzen Löcher. Aber egal, das waren ihr ihre Lieben wert.

Nachdem alle Einkäufe erledigt waren musste sie sich jetzt sputen um rechtzeitig zu Hause zu sein. Schließlich wollte sie das Wohnzimmer mit dem Weihnachtsbaum noch herrichten und dann ging es ans kochen. Schließlich sollte vor der Bescherung noch gegessen werden.

Als sie an der Haustüre rein kam schlug ihr bereits Ohren betäubender Lärm aus Carlas Zimmer entgegen und Mark kam fluchend aus dem Bad. Wortlos an seiner Mutter vorbei eilend hätte er sie beinah umgerannt ohne sie auch nur eines Blickes zu würdigen. Offensichtlich wieder schlechte Laune, dachte sie sich und stapfte mit den Tüten in die Küche. Dann versuchte sie bei Carla ihr Glück und bat doch die Musik ein wenig leiser zu machen. Nein, das ginge nicht, diese Lieder müsse man laut genießen, war die kurze Antwort, bevor Carla ihr die Tür vor der Nase zuschlug.

Also suchte sie sich ihre Ohrstöpsel und begann im Wohnzimmer die vorbereiteten Kartons mit Weihnachtsschmuck zu sichten. Dieses Jahr wollte sie den Baum zimtfarben halten und fand schnell den richtigen Baumschmuck. Erstaunlich schnell hatte sie den Baum fertig und begutachtete ihr Werk. Zufrieden legte sie noch die Geschenke darunter und räumte die leeren Verpackungen wieder weg.

Dann begann sie den Weihnachtsbraten herzurichten. Alle Beilagen hatte sie schon vorbereitet und jetzt kochte sie summend vor sich hin. Gerade als sie den Tisch deckte hörte sie den Schlüssel im Schloss der Haustür. Frederick kam endlich nach Hause von seiner Tour mit den Kumpels. Jetzt konnten sie essen.

Er kam in die Küche und blickte auf den Herd. „Ist das Essen noch nicht fertig?“ war seine Begrüßung. „Aber doch, mein Schatz. Wir können sofort los legen. Ruf doch bitte die Kinder“ bat sie ihn. „Erst muss ich noch meinen Mantel ausziehen und Hände waschen. Ruf du die Kinder selbst“ sein Antwort.

Also machte sie sich auf den Weg nach oben und bat ihre Kinder zu Tisch.

Als sie alle zusammen am Tisch saßen wurde von den Teenagern in Windes Eile das Essen verschlungen und auch ihr Mann kaute wortlos vor sich hin. Kein Kommentar zum Essen. Kein Wort an die Frau und Mutter. Jeder hing seinen eigenen Gedanken offenbar nach. Sie beobachtete ihre Familie und seufzte. Wann war das „wir“ und „zusammen“ eigentlich verloren gegangen. Weihnachten – wie war das doch vor Jahren schön gewesen, wenn sie zusammen gegessen und sich in Vorfreude auf die Bescherung unterhalten hatten. Und jetzt?

Carla war als Erst fertig und wollte wissen, ob sie nicht schon ins Wohnzimmer könne. „Nein, erst wenn alle gegessen haben. Wenigstens das möchte ich zusammen machen“ gab sie ihrer Tochter zur Antwort. Es folgte ein missmutiges brummen, aber sie fügte sich in ihr Schicksal.

Zusammen gingen sie dann ins Wohnzimmer. Die Kinder stürzten unter den Weihnachtsbaum, zogen ihre Pakete heraus und rissen sie auf. „Oh, fein. Jetzt kann ich wieder meine Züge umbauen“, war Marks Kommentar zur Lok, die er dann achtlos auf den Tisch stellte und seiner Schwester zusah, wie sie noch immer an der Verpackung herum zog. Als diese endlich auf war gab es von Carla die Bemerkung „Prima, nächstes Wochenende mache ich dann mit den Mädels DVD-Abend“. Damit wurde diese auf Seite gelegt und man blickte den Vater an, der sein Päckchen jetzt auch öffnete.

„Toll. Die sieht super aus. Morgen werde ich die Bedienungsanleitung mal durchlesen“ waren seine Worte. Dann stand er auf und machten den Fernseher an. Die Kinder packten sich auf, ohne ihre Geschenke, und teilten mit, sie gingen noch zu Freunden und waren schon aus der Tür.

Da stand sie nun und wusste nicht, was sie denken oder sagen sollte. Kein Dankeschön. Keine Beschäftigung mit dem geschenkten und kein Wort an sie, die für alles gesorgt hatte. Ja, so war das. Alles selbstverständlich.

Sie ging wieder in die Küche um sich mit dem Geschirr zu beschäftigen.

Gerade, als sie alle Rest verpackt hatte, hörte sie die Türglocke. Gleich darauf  hörte sie ihren Mann die Tür öffnen und beinah sofort seine Stimme, die wütend mit jemandem schimpfte. „Haben selbst nichts …., gerade heute ….., was soll das“ waren die Wortfetzen, die sie hörte. Als sie aus der Küche trat hatte Frederick die Tür bereits wieder geschlossen und teilte ihr kurz mit, dass ein Bettler vor der Tür gewesen sei. Welch eine Frechheit. Sowas am Heiligen Abend. Und überhaupt. Er ging wieder ins Wohnzimmer und ließ sie im Flur stehen.

Kurz überlegte sie. Dann zog sie ihre Jacke an, schnappte sich alle Restebehälter und nahm den Schlüssel vom Haken. Sie trat aus der Haustür und blickte die Straße runter. In einiger Entfernung sah sie einen zerlumpten Mann gehen und lief ihm nach. An der nächsten Kreuzung hatte sie ihn eingeholt und legte ihre Hand auf seine Schulter. Er drehte sich um und sie hielt ihm ihre Behälter hin. „Hier, die Sachen sind noch warm. Mehr habe ich im Moment nicht“ sagte sie und blickte in zwei tief schwarze Augen, in denen sie zu versinken drohte. Schnell blickte sie weg und wartete darauf, dass er ihre Becher nahm. „Nicht für mich“ kamen seine Worte. „Kommen sie doch mit, dann können sie ihre Gaben selbst abgeben. Keine Angst, es ist direkt hier um die Ecke“, dann ging er weiter. Mit ihren Bechern in der Hand stand sie da und blickte ihm nach. Dann machte sie einen Schritt und einen weiteren und folgte diesem Fremden. „Was tue ich da eigentlich. Er könnte mich umbringen“ dachte sie, aber trotzdem folgte sie ihm in die nächste Seitenstraße. Dann sah sie die brennende Mülltonne, an der drei Kinder saßen und sich wärmten. Sowas kannte sie nur aus den Filmen von Amerika. Aber hier war es kein Film, sondern tatsächlich Wirklichkeit. Am Ende dieser Seitenstraße, gegen die Wand eines angrenzenden Gebäudes gelehnt, saßen die Kinder und hielten ihre Hände dem wärmenden Feuer aus der Tonne entgegen. Ihr Führer blickte sie an und sie kam langsam näher. Dann schauten die Kinder auf und sahen, dass jemand fremdes da stand und sie sahen erwartungsvoll zu ihr auf.

Sie ging näher heran und hielt ihre Restebecher den Kindern entgegen. „Ich habe leider nur noch das. Und Besteck habe ich keines mit eingepackt. Entschuldigung. Aber es ist alles noch warm.“ Die Kinder sahen sie an und ihre Gesichter begannen zu strahlen. Sie sah, dass es drei Mädchen waren, die mit schmutzigen Gesichtern – wahrscheinlich Ruß vom Feuer – ihr entgegen sahen. Eines nach dem anderen standen sie auf und kamen auf sie zu. Und alle drei umarmten sie fest und herzlich, grinsten sie breit an und sagten alle artig danke. Dann nahmen sie die Becher und zogen jede eine Gabel aus den Tiefen ihrer Taschen. „Wir haben eigenes Besteck. Das braucht man auf der Straße“, gab die offensichtlich älteste der Mädchen an. „Es ist lange her, dass das Essen noch warm war, was wir bekommen haben. Haben sie vielen Dank dafür“. „Möchten Sie sich einen Moment zu uns setzen und Weihnachten mit uns feiern?“ fragte der Mann, der sich daraufhin mit Christian vorstellte. „Mein Name ist Maria“ sagte sie und nahm die Kiste in Empfang, die er ihr als Sitzgelegenheit entgegen hielt.

Zusammen sahen sie den Kindern zu, die vergnügt schmatzend sich über ihre Reste her machten und gerecht aufteilten, was in den Bechern war. Es fiel ihr auf, wie höflich und freundlich die Mädchen miteinander um gingen und jedes sah zu, das keines der Anderen zu kurz kam. Maria beobachtete das alles und ein zufriedenes Lächeln stahl sich auf ihre Lippen. Dann merkte sie, das Christian sieh beobachtet hatte und errötete. „Es ist schön zu sehen, dass es den Kindern schmeckt. Und wie höflich sie miteinander umgehen ist erstaunlich. Kein Neid.“

Christian lächelt sie an und dann erzählt er davon, was in seinem Leben geschehen war. Er war Börsenmakler gewesen und hatte wirklich alles, was man sich nur denken konnte. Aber es war immer etwas da, was in antrieb weiter zu machen und noch mehr Geld zu scheffeln und noch mehr zu kaufen. Und immer hatte er viel zu wenig Zeit. Keine Zeit für seine Frau, keine Zeit für seine Freunde und schon gar keine Zeit für sich. Dann brach der Markt zusammen und mit ihm sein ganzes Leben. Seine Freunde hatten keine Zeit mehr für ihn und seine Frau fand, es sei Zeit, dass jeder wieder seine eigenen Wege ging. So landete er auf der Straße und bei den drei Mädchen, die nicht seine Kinder waren. Aber das Leben mit diesen drei Kindern, die immer fröhlich waren, alles was man ihnen gab, mit einer großen Dankbarkeit annahmen und absolut gerecht aufteilten und selbst für die ein nettes Wort hatten, die sich über sie aufregten, hatten ihn verändert. Diese drei Mädchen gaben ihm, was er am meisten brauchte und bisher nie gehabt hatte. „Sie lieben mich, weil ich da bin. So einfach ist das.“

So wurde aus einem Mann mit drei Mädchen an diesem Abend eine glückliche Familie.

Habt einen schönen Sonntag.

Svenja neu

3. Advent

Einen wunderschönen 3.Advent. Es dauert nicht mehr lange und dann steht Weihnachten vor der Tür. Habt ihr euch die Zeit genommen in der Vorweihnachtszeit mit euren Liebsten mal auf den Weihnachtsmarkt zu gehen oder einen kuscheligen Abend zu verbringen? Noch nicht? Dann wird es aber mal Zeit😉

Die heutige Geschichte handelt von dem wunderschönen Leben, welches man jeden Tag in vollen Zügen genießen sollte!

Die perfekte Welt

Einst wurde eine Geschichte erzählt, die niemandem der sie hörte, jemals wieder aus dem Kopf ging: Am Marktplatz war, wie so oft großes Gedrängel. Doch nicht wie sonst, um besonders günstige Hühner oder Lebensmittel zu kaufen, sondern um zuzuhören. Ein junger Mann stellte sich auf ein Podium und erzählte rasch in die Menge: ,,In meiner perfekten Welt gibt es keine alten Menschen, nur junge, hübsche Weiber und kräftige Burschen. Früh des morgens steht man auf und isst, dann soll man seine Arbeiten bis zum Mittag erledigt haben und des Abends geht man in ein gutes Wirtshaus um dort zu essen. Die Straßen sollen ausgebaut sein, die Bäume und Sträucher vernichtet.

In meiner perfekten Welt gibt es nur eine einzige Pflicht, nämlich es sich gut gehen zu lassen.“ Als nächstes kam eine Frau auf die Erhöhung, sie berichtete in ihrer perfekten Welt gäbe es viel Natur, keinen Krieg und gutes Essen. Und als sie mit ihrer Rede geendet hatte, und herunter gestiegen war, ging ein alter Mann auf das Podium zu.

Er hatte nur noch weniges weißes Haar, war sehr dünn und holprig unterwegs. Zwei Männer und zwei Frauen halfen ihm auf das Platou zu kommen. Sofort fing er an zu reden, aber nicht mit einer Mäusestimme wie man es erwartet, nein er redete laut und deutlich: ,,Meine perfekte Welt ist diese in der ich lebe.

Auch wenn ich zu dumm war, dies zu erkennen. Jetzt bin ich zu alt, ich bin krank und werde bald sterben. Als ich aufwuchs war der Krieg gerade gewonnen, ich hatte ein Leben in Fülle und Hülle: Grüne Wiesen, hohe Bäume, sauberes Wasser, viele Tiere. Ich begann eine Arbeit als Schreiner und erhielt regelmäßig Geld. Dabei habe ich auch meine Frau kennengelernt. Gott, habe ich dieses Weib geliebt! Wir heirateten und bekamen drei Kinder. Sie hat mein Leben so unendlich glücklich gemacht. Als sie vor ein paar Monaten starb, ist auch ein Großteil von mir gestorben und jene Krankheit, an der ich nun bald sterben werde, begann in mir zu wachsen.

Ich hatte glückliche 63 Jahre zu leben und jetzt erst als alter Narr erkenne ich, was ich hatte in meinem Leben. Ich bitte euch, meine Freunde, seid nicht solche Narren und verschließt eure Augen vor der Schönheit des Lebens. Was würde ich nur geben, wenn ich noch einmal drei Jahre hätte und mich für einen einzigen Augenblick im Wasser spiegeln oder mich ohne Schmerzen ins Gras legen könnte.“ Kurz daraufhin starb der Mann.

Genießt das Leben meine Lieben! Auch wenn es man schwer ist.

 Svenja neu